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Arbeitskonferenz „Wie überleben
in der globalen Stadt?“
Termin: 6./7./8. Juni
Ort: Verschiedene Veranstaltungsorte
Fragestellung
Die neoliberale Globalisierung macht die Stadt zur Ware, die mithilfe des Standortmarketings möglichst teuer verkauft werden soll an jene, die über genügend Mittel verfügen, die Stadt zu kaufen. Diese einseitige Orientierung an einem kaufkräftigen Publikum und der angebotsseitigen Wirtschaft führt zu den in der Literatur vielfach beschriebenen Folgen der Globalisierung auf Stadtebene: Gentrifizierung, Segregation, Megaprojekte, Vernachlässigung der sozialen Infrastruktur (Schulen, Spitäler etc.), Korruption etc.
Trotz oder gerade wegen dieser lokalen Verdinglichung der globalen Weltordnung in der Stadt entstehen Projekte und Initiativen, die sich diesen von manchen als „naturwüchsige“ Phänomene dargestellten Prozessen entgegenstellen: Stadtteilinitiativen, Genossenschaften und Mieterinitiativen kämpfen für das „Recht auf die Stadt“ (Henri Lefebvre) für alle, für soziale Durchmischung und die Rechte der Entrechteten. Welche Initiativen gibt es in den verschiedenen Städten? Für was setzen sie sich ein und welche Globalisierungsprozesse beobachten sie? Wie analysieren sie diese und welche Vision einer gerechten und schönen Stadt stellen sie diesen entgegen?
Zugang
Im Fokus der Konferenz soll die transnationale Zusammenarbeit von Bürgerinitiativen und Organisationen stehen, die sich in Zürich, Berlin und St. Petersburg für kollektive und kooperative Alternativen zu den Globalisierungseffekten einsetzen. Dazu muss zuerst eine gemeinsame Sprache und ein gegenseitiges Verständnis der lokalen Gegebenheiten entwickelt werden. In einem nächsten Schritt können Erfahrungen ausgetauscht und praktische Probleme diskutiert werden, die vielleicht sogar zu gemeinsamer künftiger Zusammenarbeit führen.
Folglich teilt sich die Konferenz in drei Blöcke: Ein erster Block analysiert theoretisch und durch die Linse der Globalisierung die Situation in St. Petersburg, Berlin und Zürich; im zweiten Block diskutieren die lokalen Initiativen die lokalen Probleme, ihren Zugang dazu, Organisationsformen und Techniken. Die Initiativen werden in drei workshops gebündelt: Mietervereine, Genossenschaften und Stadtteilinitiativen. Die Resultate der workshops sollen schliesslich im Plenum präsentiert und diskutiert werden. Das kulturelle Rahmenprogramm (Film/Stadtführung) soll zu informellen Gesprächen anregen und zu einem weiteren Ort des Austausches werden.